Busy für die Kundin

Wie ein fleissiges Bienchen um eine Blüte tanze ich oft um meine Kundinnen herum.

Dieses Werk hat sehr viel Spaß gemacht, sowohl beim Ablichten, als auch während der Bearbeitung. Ich wollte mal zeigen, dass ich nicht nur auf den Auslöser drücke, um meine Kunden optimal zu fotografieren.

Zwischen Haare zurecht zupfen, Kleid glatt streichen, Pose korrigieren, Makeup optimieren und fotografieren komme ich während der Fotosession leicht ins schwitzen. Es sind viele kleine Handgriffe, sowie Vor- und auch Nachbereitung, die ich gerne für meine Kunden mache.  Und am Ende darf sich die Kundin ihre Lieblingsbilder aussuchen, von denen sie in der Regel begeistert ist.

Das reisende Kleid

Im Sommer 2019 startete eine amerikanische Designerin ein besonderes internationales Projekt. Eines ihrer Kleider sollte um die Welt reisen. Fotografen auf den ganzen Welt bewarben sich dafür das Kleid zu fotografieren.

Ich hatte das Glück als eine der wenigen Fotografen in Deutschland auf der Liste zu landen. Anfang September begann ich nach Kandidatinnen zu suchen, die sich darin fotografieren lassen wollten. Ich wurde schnell fündig, was bei einem so tollen Kleid, kein Wunder ist.

Ende September traf ich mich wie in einem Agentenfilm mit einer mir bis dahin unbekannten Fotografin, die auch das Glück hatte ausgewählt worden zu sein. Wir vereinbarten eine Treffpunkt trafen uns vor der tschechischen Grenze. Ganz geheimnisvoll wurde mir ein Beutel mit einem Gruss der Designerin überreicht.

Nun musste ich das Kleid unbeschadet nach Hause bringen und mit den Kandidatinnen ablichten, und ich hatte nur 4 Tage Zeit bis zur Übergabe an den nächsten Fotografen. Ende September hatte ich wie geplant alle Bilder im Kasten und schickte das Kleid auf eine abenteuerliche Reise per Post, wo es leider kurzfristig verloren ging, aber dann doch wieder auftauchte.

Mein Ziel für diese Projekt war es, möglichst viele verschiede Looks zu erschaffen um zu zeigen, was mit einem einzigen Kleid alles möglich ist. Ich organisierte 6 Shootings mit ganz unterschiedlichen Frauentypen und unterschiedlichen Locations: Südtirol, Bad Aibling und im Fotostudio Kolbermoor. Es entstanden tolle Bilder wie ich finde

Inzwischen habe ich ein goldenes Kleid angefertigt, in dem sich interessierte Kundinnen fotografieren lassen dürfen.

RED – Unternehmerinnen in rot

Seit ich selbständig bin, treffe ich viele Unternehmer, viele davon auch weiblich und mir ist aufgefallen, dass die meisten Hosenanzüge tragen. Im Rückblick auf meine berufliche Laufbahn habe auch ich mich schon für die ersten Vorstellungsgespräche in Anzüge gekleidet.

Mal abgesehen davon, dass eine Hose oft schon praktisch ist, aber was ist mit Kleidern? Versuchen wir Frauen uns vielleicht indirekt in die Männerwelt einzupassen indem wir Anzüge tragen? Braucht es das?

Frauen sind doch toll!

Und gerade unser Frausein hat Stärken, die wir nicht verstecken brauchen. Als nächstes fragte ich mich, was das absolute Gegenstück zum Hosenanzug wäre? Ein rotes Kleid. Und so begann ich Unternehmerinnen anzusprechen, ob sie sich fotografieren lassen würden und so für das Projekt RED Unternehmerinnen in rot zu begeistern. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 35 Frauen fotografiert und 35 tolle Gespräche mit starken Frauen geführt.